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Adrenalin in der Reanimation – gut oder was?!

 

Die Nutzung von Adrenalin in der Reanimation erscheint wie ein unumstößliches Dogma. Bereits in den 1960er Jahren konnte in einem Hunde-Modell gezeigt werden, dass die Gabe von Adrenalin bei Asphyxie das Überleben der (armen teilnehmenden) Tiere verbessern konnte[1].

Es gibt aber erstaunlich wenig belastbare Evidenz, was die Gabe von Adrenalin denn nun wirklich rechtfertigen würde. Lin et al. fanden in ihrer Literatur-Recherche zu dem Thema gerade einmal 14 Studien[2].  Verrückt, wo wir doch dogmatisch auf das Adrenalin pochen im täglichen Geschäft.

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Novalgin (Metamizol) – Teufelszeug!

 

EDIT 18.02.2020: Fehlerkorrektur. Metamizol soll laut Pharmakologen als Nicht-Opioid-Analgetikum klassifiziert werden. Ist ein zentraler COX3-Hemmer. Danke für den Hinweis: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24724493

Die Veröffentlichung der „Empfehlungen zur perioperativen Anwendung von Metamizol“ [1] des Bunds deutscher Chirurgen (BDC) nehme ich zum Anlass, zum Thema Metamizol zu rekapitulieren.

Wie es aktuell aussieht, kann man das Mittel nun gar nicht mehr guten Gewissens geben. Auch wenn es in vielen Kliniken in Deutschland nach wie vor Usus ist. Dazu aber später mehr.

Zulassungsstatus von Metamizol.
Rot: Verboten
Blau: Rezeptfrei zugelassen.
Blanko-Vorlage von meine-weltkarte.de

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Coronavirus 2019-nCoV

 

Aus aktuellem Anlass nehme ich das Thema „Coronavirus-Epidemie in China“ auf. Seit Dezember 2019 werden zunehmend Infektionen mit einem bis dato unbekannten Virus, ausgehend von einem Markt in der chinesischen Provinz Wuhan, gemeldet.

Coronavirus; Heike C. Ewert

Es führt zu schweren Infektionen nach einer Inkubationszeit von 1-14 Tagen und dringt über den ACE2-Rezeptor in die Wirtszellen ein, ähnlich wie seinerseits SARS.

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Schmerzlinderung unter der Geburt: PDA und andere Verfahren

 

Zur Linderung des Wehenschmerzes unter der Geburt wurden bereits viele Verfahren getestet. Im Prinzip kann man sagen, dass jede Möglichkeit aus dem Formenkreis der Anästhesie bereits einmal an Gebärenden – natürlich mit den besten Absichten – ausprobiert worden ist.

Ein Beispiel ist Äther: Bereits 1847 wurde er von James Young Simpson zur Unterstützung bei der schwierigen vaginalen Geburt eingesetzt.

Lachgas als Sedoanalgetikum

Lachgas ist ebenfalls schon lange im Geschäft (und anders als Äther bisher nicht abgeschafft): 1880 wurde es in die Geburtshilfe eingeführt. Durch seine sedierenden und analgetischen Eigenschaften scheint es sich geradezu anzubieten, um den Frauen etwas Leid zu ersparen.

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Kokosnuss als Infusionslösung

 

In Mangelszenarien wird der Mensch kreativ. In der Medizin ist das meist im Rettungsdienst der Fall. Aber auch in anderen medizinschen Szenarien ist die Kreativität der Mitarbeiter gefragt.

Was stellt man zum Beispiel mit einem Patienten mit Schluckstörung und intravenösem Substitutionsbedarf an, wenn die Infusionsflaschen leider nicht mehr auf Lager sind und das nächste Flugzeug mit Nachschub erst in einer Woche zu erwarten ist?

Die Kollegen Campbell-Falck et al. haben sich in ihrer Publikation aufgrund eigener Erfahrung solch einer Situation mit dem Thema der Kokosnuss-Infusion beschäftigt, als sie für einen Unterstützungseinsatz im Atoifi-Hospital auf der Inselgruppe der Salomonen eingeteilt waren.

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Frohe Weihnachten!

Anae-Doc wünscht allen Lesern frohe Weihnachten

Egal ob zuhause bei der Familie, in der Klinik in den verschiedenen Bereichen oder draußen auf der Straße. Ihr macht alle einen wichtigen Job!

Ich hoffe, es bleibt dennoch etwas Zeit, ein paar Christbaumkugeln an den Infusionsständer zu hängen (wenn kein Weihnachtsbaum zur Verfügung stehen sollte).

Neue Beiträge gibt es wieder im neuen Jahr ab dem 01.01.2020 wie gewohnt alle 15 Tage.

Bis dahin alles Gute, viel Erfolg und einen guten Rutsch

-Roman Ewert

Drohende Geburt nach SEK-Einsatz!

 

Notarzteinsatz. Stichwort: „Z.n. SEK-Einsatz, Nachforderung RTW“. Oha – machen wir jetzt einen auf Cobra 11? Da wäre meine Frau aber neidisch… Anfahrt in eine ruhige Anliegerstraße mit putzigen Einfamilienhäusern. Kein Wölkchen trübte den Himmel. Alles fein – was war hier passiert?

Wir wurden von einem Rettungsassistenten direkt zum Wagen gelotst. Die Patientin war bereits dorthin verbracht worden. Im Türrahmen des Hauses standen noch zwei finster dreinschauende Herren.

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Tubus rettet Leben

 

Normalerweise ist ein Endotrachealtubus bloß eine flankierende Maßnahme, die die Atemwege sichert, Aspirationen vermeidet und ähnliches. Dass der Tubus als alleinige Maßnahme einen Patienten quasi sofort rettet, ist aber eher unüblich.

Alarmierung in eine etwas heruntergekommene Wohnung in der Nähe des NEF Standorts.

Vorgefunden wurde eine nach Luft schnappende, präfinal aussehende Patientin, die rücklings auf dem Boden lag. Die Angehörigen hatten keine weiteren Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt ergriffen. Die Patientin habe nach Luft geschnappt und noch versucht das Fenster zu öffnen, als sie dann schon zusammenbrach.
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