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Frohe Weihnachten!

Anae-Doc wünscht allen Lesern frohe Weihnachten

Egal ob zuhause bei der Familie, in der Klinik in den verschiedenen Bereichen oder draußen auf der Straße. Ihr macht alle einen wichtigen Job!

Ich hoffe, es bleibt dennoch etwas Zeit, ein paar Christbaumkugeln an den Infusionsständer zu hängen (wenn kein Weihnachtsbaum zur Verfügung stehen sollte).

Neue Beiträge gibt es wieder im neuen Jahr ab dem 01.01.2020 wie gewohnt alle 15 Tage.

Bis dahin alles Gute, viel Erfolg und einen guten Rutsch

-Roman Ewert

Drohende Geburt nach SEK-Einsatz!

Notarzteinsatz. Stichwort: „Z.n. SEK-Einsatz, Nachforderung RTW“. Oha – machen wir jetzt einen auf Cobra 11? Da wäre meine Frau aber neidisch… Anfahrt in eine ruhige Anliegerstraße mit putzigen Einfamilienhäusern. Kein Wölkchen trübte den Himmel. Alles fein – was war hier passiert?

Wir wurden von einem Rettungsassistenten direkt zum Wagen gelotst. Die Patientin war bereits dorthin verbracht worden. Im Türrahmen des Hauses standen noch zwei finster dreinschauende Herren.

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Tubus rettet Leben

Normalerweise ist ein Endotrachealtubus bloß eine flankierende Maßnahme, die die Atemwege sichert, Aspirationen vermeidet und ähnliches. Dass der Tubus als alleinige Maßnahme einen Patienten quasi sofort rettet, ist aber eher unüblich.

Alarmierung in eine etwas heruntergekommene Wohnung in der Nähe des NEF Standorts.

Vorgefunden wurde eine nach Luft schnappende, präfinal aussehende Patientin, die rücklings auf dem Boden lag. Die Angehörigen hatten keine weiteren Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt ergriffen. Die Patientin habe nach Luft geschnappt und noch versucht das Fenster zu öffnen, als sie dann schon zusammenbrach.
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A – B – C, die Katze lief im … Trauma und Clinical Pathways

Manchmal ist es erstaunlich, wie einfache Dinge lange Zeit nicht erkannt werden. Da muss erst ein Flugzeug abstürzen. Kinder werden schwer verletzt. Und eine amerikanische Hinterwäldler-Klinik ist völlig überfordert – bevor man das ABC „erfindet“. Oder anders: Den Leitspruch aus der Traumaversorgung „Treat first what kills first“. Verrückt.

Der amerikanische Chirurg James Styner war mit seiner Familie anno 1976 in seinem Flugzeug unterwegs, bevor er in der Steppe Nebraskas abstürzte. Die Kinder waren schwer verletzt, die Frau getötet. Mehrere Autos ließen ihn am Highway links liegen, bevor er endlich mitgenommen wurde. Das verfügbare Krankenhaus war aber leider überhaupt nicht für so eine Versorgung ausgelegt. Immobilisation von Frakturen und der Wirbelsäule fand nicht statt. Zurecht bemängelte er nachher die ungenügende Ausbildung auf dem Bereich der Traumaversorgung.

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Qualität in der Reanimationsbehandlung: Cardiac Arrest Center

Der Deutsche Reanimationsrat möchte die Zentrenbildung in Deutschland zum Zwecke der Qualitätssteigerung fördern. In der letzten Revision der Reanimations-Leitlinien von 2015 wurde deshalb die Bildung von sogenannten „Cardiac Arrest Center“ gefordert.

In Studien konnte gezeigt werden, dass ab einer gewissen Fallzahl die Qualität der Behandlung und das neurologische Outcome signifikant besser ist (ab etwa 25-30 Fällen pro Jahr[1]). Was mit gesundem Menschenverstand zu erwarten war, wurde also auch wissenschaftlich untermauert.

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Narkose ohne Opiate – wegen Abhängigkeitsgefahr?!

Im Folgenden beziehe ich mich auf diesen Artikel, der auf der Seite kevinmd.com erschienen ist und eine amerikanische Anästhesistin mit Namen Karen S. Sibert. Sie beschreibt, warum sie keine Opiate, und im speziellen kein Fentanyl mehr während Narkosen verabreicht.

Im Kern geht es ihr um das Abhängigkeitspotential, das die Opiate aufweisen. Gerade Fentanyl ist in Amerika sehr einfach zu bekommen beziehungsweise einfach verschrieben zu bekommen von den Hausärzten. Deswegen hat sich dort eine regelrechte Epidemie an Opiat-Abhängigkeiten entwickelt.

Opiate sind in Amerika sehr leicht zugänglich

Natürlich ist das ein Problem, das dringend angegangen werden muss. Allerdings betrifft das doch eher die sehr lasche Verschreibungspolitik und Reglementierungen, wie mit diesem Medikament auf einer Public Health Ebene umgegangen wird.

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Intranasale Applikation – Nachtrag

Einen Nachtrag habe ich noch zu meinem Beitrag zur intranasalen Applikation von Midazolam per MAD. In der Zwischenzeit habe ich mich genauer mit dem Thema beschäftigt. Ich möchte noch einmal genauer auf die rechtlichen Grundlagen und Fallstricke eingehen.

Auf der Website des Bundesverbands Medizintechnologie e.V. gibt es einen Leitfaden zum „Off Label Use“ von Medizinprodukten, den ich mir aus gegebenem Anlass bestellt habe.

Medizinprodukte haben eine „Zweckbestimmung“

Bei Medizinprodukten gibt es eigentlich keinen „Off Label Use“ im rechtlichen Sinne. Alternativ wird von einer „Zweckbestimmung“ im Rahmen des Zulassungsverfahrens gesprochen. Wenn sich Anwender nicht an diese Zweckbestimmung halten, stellen sich durchaus auch haftungsrechtliche Fragen für den Hersteller.

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Laryngospasmus unter der Larynxmaske

Übliche Probleme bei der Platzierung von Larynxmasken sind sicher allseits bekannt: Umschlagen der Spitze und folglich Undichtigkeit; alternativ, dass die LAMA nicht „um die Ecke“ in den Larynx zu bugsieren geht (Tipp: Meist geht das besser, wenn ein Helfer den Esmarch-Handgriff durchführt).

Zu der Beziehung von Cuffdruck und Dichtigkeit hatte ich schon mal einen Beitrag geschrieben: https://anae-doc.de/larynxmaske-cuffdruck/

Die erste Hürde ist nach der Einleitung genommen, wenn die Platzierung gelungen ist. Dann ist aber erst mal Warten angesagt, bis die schneidenden Kollegen abgewaschen haben (den Patienten und sich). Bis dahin ist meist die erste Dosis Analgetikum schon wieder weg, sodass es häufig zu diesem Zeitpunkt noch einmal Probleme geben kann.

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