Außergewöhnlicher Gefäßzugang: V. saphena magna

 

Im Rahmen des Studiums großer Anästhesie-Bücher bin ich über einen Gefäßzugang gestolpert, den ich im normalen Alltag nicht für möglich gehalten hätte: Die Vena saphena magna. Vor allem im Zusammenhang mit einem chirurgischen Cut-Down wird sie immer wieder erwähnt.

Eigentlich hatte ich das – auch weil es unter anderem in Tintinalli’s Emergency Medicine nur eine Randnotiz ist – für ein überholtes und Kolibri-artiges Verfahren gehalten. Auf der anderen Seite entsteht dieser Artikel gerade im aufsteigenden Ast der dritten Corona-Welle mit vielen Bauchlage-Patienten auf der Intensivstation.

Man denke sich nur folgendes: Wir haben einen typischen Intensiv-Langlieger-Patienten, der schon überall peripher ödematös gequollen ist aufgrund der forcierten Volumentherapie und des Kapillarlecks. Nun liegt er auf dem Bauch wegen der Verbesserung der Oxygenierung, aber benötigt noch dringend einen weiteren Schenkel, weil der zuletzt gelegte ZVK schon voll belegt ist. Was tun?

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Thyreotoxische Krise – wenn die Schilddrüse stürmt!

 

Die hyperthyreote Krise wird in den Lehrbüchern in der Regel nur sehr stiefmütterlich behandelt. Deshalb möchte ich heute versuchen, ein wenig Literatur in diesem Artikel zu versammeln. Denn obwohl sie selten ist (hierzu habe ich überhaupt keine Angaben über Inzidenzen gefunden – vielleicht weil sich alles auf Covid stürzt ;P ), ist sie lebensbedrohlich und dramatisch.

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Deckung – Blitzschlag!

 

Da ich mich in letzter Zeit sowieso viel mit Elektrik beschäftigt habe, ist es nur natürlich, dass jetzt auch der Blitzschlag an der Reihe ist. Für Beiträge zu Mikroschock und Explosionen im OP verweise ich an dieser Stelle auf die Beiträge, die Anfang des Jahres online gegangen sind.

Blitz-Kontaktschlag, Heike C. Ewert

Diesmal soll es aber um den klassischen Makroschock gehen: Blitze aus einer natürlich Quelle: der Gewitterwolke.

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Der eHBA – ein Erfahrungsbericht

Heute möchte ich euch etwas zum Heilberufsausweis eHBA und meinen Erfahrungen damit erzählen. Da ich nicht nur Anästhesie mache, sondern auch in der IT tätig bin.

Man ist erstaunt, wie wahnsinnig kompliziert (und teils auch belustigend) die ganze Nummer ist. Ob sich das lohnt und wofür der gut ist, beschreibe ich im Folgenden.

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AnaConDa auf der Intensivstation (Animal crossing)

 

Witze mit der AnaConDa gibt es einige (u.a. Rippenspreizer mit dem „Bring mir mal ne Anaconda“ ;P) , aber das spricht ja eigentlich nur dafür, dass es ein eingängiger Name ist. Tatsächlich steht AnaConDa für das englische Anesthesia Conserving Device (in der ersten Version auch tatsächlich nur langweilig ACD genannt). Aktuell patentiert von Sedana Medical.

Das Thema wurde übrigens im Rahmen des Weihnachts-Gewinnspiels gewünscht, also: hier bitteschön 🙂 Wenn ihr noch Wünsche habt, werde ich schauen, dass ich sie auf meine Themenliste setzen kann.

Der Beitrag versucht verständlich zu erklären was das ist und wie es funktioniert. Ob AnaConDa wirklich eine super Sache ist, ist nicht ganz klar. Es gibt gute Hinweise, dass es Vorteile haben kann; aber ganz zum Standard-Verfahren ist es noch nicht avanciert. Ich werde versuchen in einem späteren Artikel die Studien-Lage dazu noch mehr herauszuarbeiten.

Und nebenbei: Aktuell habe ich nur volumenbegrenztes Internet. Jeder Buchstabe ist teuer. Deshalb versuche ich es kurz und knackig zu halten 😉 (EDIT: Leider nicht geschafft…)

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BGA Temperaturkorrektur – sinnvoll??

 

Beim BGA-Automaten kann eine Temperaturkorrektur angewandt werden. Wunderbar. Aber ist sie auch sinnvoll? Die Antwort darauf ist tatsächlich vielschichtiger, als man vielleicht zunächst glauben mag. Interessanterweise gibt es auch in großen Lehrbüchern keine eindeutigen Aussagen zu dem Thema (z.B. „Oh’s Intensive Care Manual“, oder „Intensivmedizin“). Bei ersterem heißt es lapidar (achte Aufl., S. 164): „Temperature-corrected values can be calculated, but many clinicians prefer uncorrected data interpreted using normothermic reference ranges, except when evaluating the A-a gradient„.

Damit endet der Absatz und das Thema ist für die Autoren vorbei.

Das erscheint paradox. Man sollte doch Werte interpretieren unter den Umständen, unter denen sie auch abgenommen wurden, oder etwa nicht?

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Feuer und Explosionen im OP!

Wie versprochen, kommt heute der zweite Teil zum Thema katastrophale Gefahren im OP. Dass es wirklich zu einem Brand oder einer Explosion kommt, ist heute zum Glück relativ selten geworden. Nichtsdestotrotz wird für Amerika angenommen, dass bis zu 650 Fälle pro Jahr dort eintreten, obwohl es sich eigentlich um sog. „never events“ handelt: keiner hält sie für möglich, und sie dürfen nicht passieren — tun sie aber trotzdem.

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum man im OP diese lustigen Gummischuhe tragen muss? Außerdem warum der Boden so eine merkwürdige Gummi-artige Konsistenz hat, und viele Geräte extra mit einem Erdungskabel (in der Regel grün-gelb geringelt) eingesteckt werden müssen. Wozu der ganze Aufriss?

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Strom, Mikro- und Makroschock im OP!

 

Strom ist allgegenwärtig, auch und besonders in den Funktionsbereichen wie der Intensivstation oder dem OP. Das Potential für fatale Komplikationen ist vorhanden, aber dank unserer Freunde aus der Elektrotechnik zum Glück heutzutage gering. Nichtsdestotrotz bleibt das Problem mit Kriech- und Fehlerströmen, die im schlechtesten Fall zur Exekutierung des Patienten per Stromschlag führen können.

Explosionen wegen Funkenschlags im OP ist ein anderer Bereich, den ich in einem Folgeartikel behandeln werden. Auch sehr spektakulär.

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