„Gefäße abbinden“: Tourniquet

 

Die Blutsperre, oder das Tourniquet, ist in den letzten Jahren wieder immer mehr in Mode gekommen. Oder halt das „Gefäße abbinden“, das Wortspiel im Beitragsbild konnten wir uns nicht verkneifen ;D

Es wird verwendet, um große Extremitätenblutungen zu stoppen, bis eine definitive Therapie durchgeführt werden kann. In diesem Rahmen wurde auch das allseits bekannt „ABC“-Schema durch ein kleines „c“ ergänzt: cABCDE, wobei das „c“ für Critical Bleeding und eine Besonderheit bei der Trauma-Versorgung steht.

Zwar kann man ABCDE im Prinzip als Leitlinie bei jedem Notfallpatienten verwenden, aber speziell im Trauma ist die kritische Blutung noch einmal besonders wichtig. Wenn der Patient aus einer spritzenden Blutung am Unterschenkel „leer läuft“, kann man so viel Atemwegsmanagement machen wie man will, es bringt halt nichts.

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Torsade de pointes – perioperativ

 

 

Da macht man nichtsahnend Narkose bei einer nahezu gesunden Dame mittleren Alters, und dann das:

Upsi.

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ROTEM / TEG für Anfänger

 

Es wurde im Rahmen des Weihnachtsgewinnspiels gewünscht, deshalb heute das TEG/ROTEM als Einführung. Es ist bei weitem kein Standard-Test, sondern eher an großen Häusern und im Rahmen von Studien zu finden, obwohl die Erfindung schon deutlich älter ist: Die Erstbeschreibung reicht bis 1948 zurück: Hartert, Klin Wochenschr 1948;26:577-583

Außerdem erscheint es immer wieder in den Prüfungen für das ESAIC, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall etwas davon zu wissen, auch wenn man vielleicht wenig Berührungspunkte damit hat.

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Außergewöhnlicher Gefäßzugang: V. saphena magna

 

Im Rahmen des Studiums großer Anästhesie-Bücher bin ich über einen Gefäßzugang gestolpert, den ich im normalen Alltag nicht für möglich gehalten hätte: Die Vena saphena magna. Vor allem im Zusammenhang mit einem chirurgischen Cut-Down wird sie immer wieder erwähnt.

Eigentlich hatte ich das – auch weil es unter anderem in Tintinalli’s Emergency Medicine nur eine Randnotiz ist – für ein überholtes und Kolibri-artiges Verfahren gehalten. Auf der anderen Seite entsteht dieser Artikel gerade im aufsteigenden Ast der dritten Corona-Welle mit vielen Bauchlage-Patienten auf der Intensivstation.

Man denke sich nur folgendes: Wir haben einen typischen Intensiv-Langlieger-Patienten, der schon überall peripher ödematös gequollen ist aufgrund der forcierten Volumentherapie und des Kapillarlecks. Nun liegt er auf dem Bauch wegen der Verbesserung der Oxygenierung, aber benötigt noch dringend einen weiteren Schenkel, weil der zuletzt gelegte ZVK schon voll belegt ist. Was tun?

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Thyreotoxische Krise – wenn die Schilddrüse stürmt!

 

Die hyperthyreote Krise wird in den Lehrbüchern in der Regel nur sehr stiefmütterlich behandelt. Deshalb möchte ich heute versuchen, ein wenig Literatur in diesem Artikel zu versammeln. Denn obwohl sie selten ist (hierzu habe ich überhaupt keine Angaben über Inzidenzen gefunden – vielleicht weil sich alles auf Covid stürzt ;P ), ist sie lebensbedrohlich und dramatisch.

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Deckung – Blitzschlag!

 

Da ich mich in letzter Zeit sowieso viel mit Elektrik beschäftigt habe, ist es nur natürlich, dass jetzt auch der Blitzschlag an der Reihe ist. Für Beiträge zu Mikroschock und Explosionen im OP verweise ich an dieser Stelle auf die Beiträge, die Anfang des Jahres online gegangen sind.

Blitz-Kontaktschlag, Heike C. Ewert

Diesmal soll es aber um den klassischen Makroschock gehen: Blitze aus einer natürlich Quelle: der Gewitterwolke.

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Der eHBA – ein Erfahrungsbericht

Heute möchte ich euch etwas zum Heilberufsausweis eHBA und meinen Erfahrungen damit erzählen. Da ich nicht nur Anästhesie mache, sondern auch in der IT tätig bin.

Man ist erstaunt, wie wahnsinnig kompliziert (und teils auch belustigend) die ganze Nummer ist. Ob sich das lohnt und wofür der gut ist, beschreibe ich im Folgenden.

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AnaConDa auf der Intensivstation (Animal crossing)

 

Witze mit der AnaConDa gibt es einige (u.a. Rippenspreizer mit dem „Bring mir mal ne Anaconda“ ;P) , aber das spricht ja eigentlich nur dafür, dass es ein eingängiger Name ist. Tatsächlich steht AnaConDa für das englische Anesthesia Conserving Device (in der ersten Version auch tatsächlich nur langweilig ACD genannt). Aktuell patentiert von Sedana Medical.

Das Thema wurde übrigens im Rahmen des Weihnachts-Gewinnspiels gewünscht, also: hier bitteschön 🙂 Wenn ihr noch Wünsche habt, werde ich schauen, dass ich sie auf meine Themenliste setzen kann.

Der Beitrag versucht verständlich zu erklären was das ist und wie es funktioniert. Ob AnaConDa wirklich eine super Sache ist, ist nicht ganz klar. Es gibt gute Hinweise, dass es Vorteile haben kann; aber ganz zum Standard-Verfahren ist es noch nicht avanciert. Ich werde versuchen in einem späteren Artikel die Studien-Lage dazu noch mehr herauszuarbeiten.

Und nebenbei: Aktuell habe ich nur volumenbegrenztes Internet. Jeder Buchstabe ist teuer. Deshalb versuche ich es kurz und knackig zu halten 😉 (EDIT: Leider nicht geschafft…)

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