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LL Prähospitales Atemwegsmanagement – Nachtrag

 

Wegen meines letzten Beitrags zum Thema „Leitlinie prähospitales Atemwegsmanagament“ muss ich einen kurzen Nachtrag hinterher schießen.

Ein aufmerksamer Kollege hat mich darauf hingewiesen, dass nicht nur für die offensichtlich problematischen Maßnahme wie die Intubation oder die Platzierung von EGA Mindestzahlen vorgeschrieben werden; auch für die Beutel-Masken-Beatmung gibt es solche Forderungen: 100 Anwendungen am Patienten, natürlich unter kontrollierten klinischen Bedingungen, davon mindestens 5 am Kinde. Jährliche Wiederholungen: 10 Stück. Diese Zahlen sind in der Anlage in Tabelle 10 … untergebracht. Im Fließtext habe ich das auch nach wiederholtem Lesen der Leitlinie nicht gefunden; für Intubation und EGA werden dort die Zahlen angegeben, bei der Beutel-Masken-Beatmung nicht. Es bleibt bei einem Verweis auf die Tabelle im Anhang im allgemeinen Teil. Na komisch.

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Leitlinie „Prähospitales Atemwegsmanagement“

 

Am 26.02.2019 ist die Leitlinie „Prähospitales Atemwegsmanagement“ in Kraft getreten.  Viele sinnvolle und gute Dinge stehen darin – allerdings ergeben sich auch Probleme daraus. Im folgenden Artikel möchte ich die Leitlinie ein wenig zusammenfassen und interpretieren.

Dass man Maßnahmen trainieren muss, damit man sie sicher beherrscht, ist gesunder Menschenverstand. Auch für Dinge wie die Endotracheale Intubation ETI und Extraglottische Atemwegshilfen EGA gilt das selbstverständlich.

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Comedy: Die Klinik-WG 05 – Tubuswäscher

Die Klinik-WG wird fortgesetzt!

Folge 5: Tubuswäscher

Auch zu hören auf iTunes.

Kommentare und Bewertungen sind ausdrücklich erwünscht.

Viel Spaß damit!

Hyperbare Oxygenierung und Atemgasphysiologie (Teil 2)

 

Im ersten Beitrag habe ich eure Nerven vermutlich etwas strapaziert. Alveoläre Gasgleichung und so Späße. Diesmal wird es zumindest etwas relevanter, auch wenn es nicht ganz ohne Formeln auskommen wird.

Es geht um die hyperbare Oxygenierung, oder anders ausgedrückt um die Überdruckbehandlung. Es gab eine Zeit in Deutschland, in der überall Druckkammern aus dem Boden sprossen (weil es gut bezahlt wurde). Die hyperbare Therapie ist aber nach aktueller Studienlage auf relativ enge Indikationen begrenzt; auch wenn man sie bei anderen Krankheitsbildern versucht anzuwenden.

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Kristeller Technik in der Geburtshilfe

Heute ein etwas anderer Beitrag als sonst: Ich wildere im Gebiet der Geburtshilfe – auch aus persönlichen Gründen.

Gerne wird uns – mal implizit, mal sehr explizit – von den Fachkollegen vorgeworfen, die PDA sei ja so schrecklich. Die PDA würde die Rate an instrumentellen Geburten erhöhen (bis hin zu erhöhten Sectio-Raten), die PDA mache Kopfschmerzen und schreckliche Langzeitfolgen für die Mutter.

Mit diesem Thema habe ich mich hier schon mal länger befasst. In der Kurzform kann man sagen: Ja, die PDA hat mögliche Nebenwirkungen, wie jedes invasive Verfahren. Ja, der Geburtsverlauf kann etwas protrahiert sein. Nein, die Rate an instrumentellen Geburten ist nicht erhöht, geschweige denn die Sectio-Rate.

Aber immerhin wirkt die PDA.

Und jetzt schlage ich den Bogen zur Kristeller-Technik, oder dem Kristeller-Handgriff, oder wie man es auch nennen mag. In aufgeschnappten Gesprächen auf dem Klinikflur oder auch nur durch Erfahrungsberichte im Bekanntenkreis ist das eine durchaus gängige Vorgehensweise, wenn es nicht so recht „voran“ geht im Geburtsverlauf.

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Comedy: Die Klinik-WG 04 – Chefarzt

Die Klinik-WG wird fortgesetzt!

Folge 4: Chefarzt

Auch zu hören auf iTunes.

Kommentare und Bewertungen sind ausdrücklich erwünscht.

Viel Spaß damit!

Lungenphysiologie in der Intensivmedizin

 

Ich höre jetzt schon das Aufstöhnen. Gruselig! So viele Formeln! Was will der von uns?!!11elf

Fakt ist: die Formeln sind zwar, nun ja, Formeln (das macht’s nicht besser, zugegeben). Aber sie haben tatsächliche Relevanz, die die klinische Tätigkeit beeinflussen können. Gerade auch der Abschnitt zur Sauerstoffkonzentration CaO2 im Blut . Aber dazu später mehr, nachdem ihr den Schock verdaut habt, was ich hier vorhabe.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der folgenden Berechnungen und vielleicht auch für den Einsatz in Klinik oder Lehre habe ich einen Rechner programmiert. Seht ihr? Ich versuche es euch möglichst einfach zu machen 🙂

Einfacher noch ist natürlich meine App ADcalc, die das Nachrechnen der folgenden Sachen einfacher macht. Sie kann aber noch viel mehr. Schaut euch doch auch mal diese Seite an, wenn euch im Anschluss an den Artikel der Kopf raucht 😉

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ADcalc – Die AnaeDoc App!

Heute präsentiere ich euch meine App, die ich in den vergangenen Monaten entwickelt habe. Neben der Arbeit im Krankenhaus und so 😉

(für iOS gibt es aktuell leider keine Version)

Es handelt sich um einen „medizinischen“ Taschenrechner mit mehreren Anwendungsbereichen:

  • Formelberechnungen (Alveoläre Gasgleichung, CaO2, DO2, korrigiertes PO2/CO2)
  • BGA Interpretation
  • HEART- und YEARS-Algorithmus
  • Zusätzlich ein Modul, das die Dosisberechnung für Perfusoren übernimmt (mg/kg/h in ml/h und umgekehrt); die Bedienung ist den üblichen TIVA-Pumpen nachempfunden.
  • Das letzte Modul ist ein Medikamenten-Dosisrechner, der gewichtsadaptiert und konzentrationsabhängig Dosierungen pro kg Körpergewicht und korrespondierende Volumina in Milliliter ausgibt (interessant zum Beispiel für die Kinderanästhesie). Für alle hinterlegten Medikamente kann eine tabellarische Übersicht erzeugt werden; und wenn man möchte, kann sie auch als PDF exportiert und geteilt werden. Die Medikamenten-Datenbank lässt sich ebenfalls unter Kollegen teilen.

Wegen des Aufwands, den ich zur Entwicklung hatte, ist die App nicht kostenlos, aber hat wie ich finde einen fairen (geringen) Preis. Schaut sie euch doch mal an; rückerstatten kann man auf Google Play ja problemlos.

Für die weitere Dokumentation habe ich einen eigenen Bereich auf dem Blog eingerichtet,

Über Kommentare, Rezensionen, Feature-Wünsche etc. freue ich mich 🙂