Kategorie: Intensivmedizin

Adrenalin in der Reanimation – gut oder was?!

  Die Nutzung von Adrenalin in der Reanimation erscheint wie ein unumstößliches Dogma. Bereits in den 1960er Jahren konnte in einem Hunde-Modell gezeigt werden, dass die Gabe von Adrenalin bei Asphyxie das Überleben der (armen teilnehmenden) Tiere verbessern konnte[1]. Es gibt aber erstaunlich wenig belastbare Evidenz, was die Gabe von Adrenalin denn nun wirklich rechtfertigen …

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Coronavirus 2019-nCoV

  Aus aktuellem Anlass nehme ich das Thema „Coronavirus-Epidemie in China“ auf. Seit Dezember 2019 werden zunehmend Infektionen mit einem bis dato unbekannten Virus, ausgehend von einem Markt in der chinesischen Provinz Wuhan, gemeldet. Es führt zu schweren Infektionen nach einer Inkubationszeit von 1-14 Tagen und dringt über den ACE2-Rezeptor in die Wirtszellen ein, ähnlich …

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Kokosnuss als Infusionslösung

  In Mangelszenarien wird der Mensch kreativ. In der Medizin ist das meist im Rettungsdienst der Fall. Aber auch in anderen medizinschen Szenarien ist die Kreativität der Mitarbeiter gefragt. Was stellt man zum Beispiel mit einem Patienten mit Schluckstörung und intravenösem Substitutionsbedarf an, wenn die Infusionsflaschen leider nicht mehr auf Lager sind und das nächste …

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Tubus rettet Leben

  Normalerweise ist ein Endotrachealtubus bloß eine flankierende Maßnahme, die die Atemwege sichert, Aspirationen vermeidet und ähnliches. Dass der Tubus als alleinige Maßnahme einen Patienten quasi sofort rettet, ist aber eher unüblich. Alarmierung in eine etwas heruntergekommene Wohnung in der Nähe des NEF Standorts. Vorgefunden wurde eine nach Luft schnappende, präfinal aussehende Patientin, die rücklings …

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Qualität in der Reanimationsbehandlung: Cardiac Arrest Center

  Der Deutsche Reanimationsrat möchte die Zentrenbildung in Deutschland zum Zwecke der Qualitätssteigerung fördern. In der letzten Revision der Reanimations-Leitlinien von 2015 wurde deshalb die Bildung von sogenannten „Cardiac Arrest Center“ gefordert. In Studien konnte gezeigt werden, dass ab einer gewissen Fallzahl die Qualität der Behandlung und das neurologische Outcome signifikant besser ist (ab etwa …

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Intranasale Applikation – Nachtrag

  Einen Nachtrag habe ich noch zu meinem Beitrag zur intranasalen Applikation von Midazolam per MAD. In der Zwischenzeit habe ich mich genauer mit dem Thema beschäftigt. Ich möchte noch einmal genauer auf die rechtlichen Grundlagen und Fallstricke eingehen. Auf der Website des Bundesverbands Medizintechnologie e.V. gibt es einen Leitfaden zum „Off Label Use“ von …

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Aortenklappenstenose in der Anästhesie

  Die Aortenklappenstenose ist ein Herzvitium, das für die Narkoseführung und auf Intensivstation sehr relevant sein kann. Durch die Stenose der Klappe kommt es zu pathophysiologischen Veränderungen, die immer wieder gerne in Prüfungen für den Facharzt oder das EDAIC abgefragt werden. Es passt alles logisch zusammen, das macht es zu einem guten Prüfungsthema. Andere Klappenvitien …

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Atemantrieb und COPD

Einer Sache begegnet man in der Praxis immer wieder: Der Atemantrieb eines COPD-Patienten sei nur über den Blutsauerstoff gesteuert. Das bedeutet: Gebe ich ihm zu viel Sauerstoff, so soll er die Atmung einstellen. Was aber kann ich denn dann machen, wenn ein COPDler mit Luftnot und einer schlechten Sauerstoffsättigung, also einem objektivierbaren Sauerstoffmangel!, in die …

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